GeschichteBurckhardt+Partner wurde 1951 gegründet, doch kennt das Unternehmen eine interessante Vorgeschichte mit prominenten Basler Architekten. Als seinen "Ahnherrn" darf Burckhardt+Partner Melchior Berri-Burckhardt (1801-1854) in Anspruch nehmen.
Berri war ein bedeutender Architekt, der als Meister die spätklassizistische Richtung der schweizerischen Baukunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eindrucksvoll prägte. Arnold Böcklin bezeichnete Berri als den einzigen Künstler unter den Schweizer Architekten seiner Zeit.
Das Museum an der Augustinergasse, die Begräbniskapelle der Rosental-Anlage, das alte Riehener Gemeindehaus sowie die alten Briefkästen mit dem ebenfalls von Melchior Berri entworfenen "Basler Dybli" am Schöneck und am Spalentor sind heute noch bekannte Zeugen seiner Baukunst. Als Melchior Berri 1854 starb, führte die Witwe, Margaretha Salome Burckhardt, die älteste Schwester Jacob Burckhardts, das Architekturbüro und das Baugeschäft mit Hilfe des engsten Mitarbeiters, dem aus Karlsruhe stammenden Architekten und Baumeister Carl Heinrich Lendorff, weiter.
Zu Beginn der 1890er Jahre übernahmen die Architekten Emanuel La Roche-Heusler und Adolf Benedikt Staeheli-de Goumois das Architekturbüro Berri.
Der führende Kopf der neuen Firma La Roche, Staehelin & Cie. war Emanuel La Roche (1863-1922), der als einer der Hauptmeister des Basler Neubarocks gilt. Seine Ausbildung war vielseitig: eine Lehre als Steinmetz in Basel, Bildhauer in Strassburg und das Studium der Architektur am Stuttgarter Polytechnikum. Auf Einladung siedelte er 1887 nach Florenz um, wo er an dem Monumentalwerk Jacob Burckhardts "Die Architektur in der Toscana" mitarbeitete.
1928 wurde La Roche, Staehelin & Cie. vom Architektur- und Baugeschäft Burckhardt, Wenk & Cie. übernommen: Teilhaber von 1910 bis 1951 war Karl August Burckhardt. Zusammen mit seinem Sohn, Martin H. Burckhardt und Karl Eckert gründete der bereits 71-jährige Karl August Burckhardt die Burckhardt Architekten SIA.
Die Firma profitierte von den langjährigen Erfahrungen und Beziehungen des Seniorchefs, dem Elan der viel jüngeren Mitarbeiterschaft und der sich abzeichnenden Hochkonjunktur. Bereits 1954 holte sich Burckhardt Architekten SIA erste Erfahrungen im Labor- und Forschungsbau und entwickelte sich seither zu einem führenden Unternehmen für Architektur und Generalplanung mit Geschäftsstellen in Basel, Bern, Genf, Lausanne, Zürich und Grenzach-Wyhlen (D). 1981 wandelte sich Burckhardt+Partner in eine Aktiengesellschaft. Auch heute bekräftigt der unternehmerische Erfolg die wirtschaftliche Eigenständigkeit. Das Aktienkapital des Unternehmens liegt in den Händen des Kaders.
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