Europäisches Patentamt

Den Haag, Holland

2004

Wettbewerb

Der vorgeschlagene Entwurf zeigt das Streben nach der Integration eines bekannten Wahrzeichens in einem bestehenden Umfeld. Das Ziel bestand darin, eine neue Landschaft zu schaffen, welche die unterschiedlichen Distanzen und Denkweisen überbrücken würde – zwischen nah und fern und zwischen kosmopolitisch und lokal.

 

Ein schlankes Bauvolumen mit einer Höhe von 149 Metern nimmt den westlichen Teil des Grundstücks ein und steht in einem ruhigen Gleichgewicht.

 

Um die erforderliche Festigkeit des Turms zu erhalten, ist die Fassade als Teil des Hauptbauwerks konzipiert. Der gewählte rhombische Raster überträgt Zug- und Druckkräfte in sich kreuzende Richtungen. Das bedeutet, dass der Raster als Rohr funktioniert, das Scher- und Normalkräfte sowie Biegemomente des tragenden Kragsystems aufnehmen kann. Es wirkt zusammen als Hauptstatikelement für horizontale wie für vertikale Kräfte. Die Raumkontinuität des rhombischen Rasters ist eine wesentliche Voraussetzung, um lokales Versagen der Konstruktion wegen unvorhersehbaren oder aussergewöhnlichen Belastungen aufzunehmen.

 

Die Fassade ist mit einem hellfarbigen Serigraphienmuster gestaltet, welches unverwechselbar die Handschrift des EPO-Logos trägt. Dank ihrer Grösse sind die Bilder des EPO-Logos von weitem erkennbar, jedoch nicht vom Inneren des Gebäudes aus. Der Zugang zum Gebäude bietet ein zusätzliches optisches Erlebnis und unterstreicht die Einmaligkeit des neue Bauwerks der EPO.

 

Die Verteilung der Programme leitet sich direkt vom geforderten Grad an Sicherheit und Privatsphäre ab. Die vier Bürogruppen befinden sich im Hochhausteil. Aus Sicherheitsgründen ist ihre Konzentration in einem vertikalen Volumen mit kontrolliertem Zugang ein grosser Vorteil. Das Erdgeschoss dient den meisten öffentlichen Nutzungen und ist für die Öffentlichkeit gut zugänglich.

 

Bei den Büroräumlichkeiten bestand das Ziel darin, im Hochhaus das Arbeiten und alle weiteren Lebensaspekte der Benutzer angenehmer zu machen. Gefordert war ein Umdenken, um ein befriedigenderes und bewohnbareres Arbeitsumfeld zu schaffen – mit mehr Abwechslung, grösserer Vielfalt, weniger Regulierung und einer Integration der sozialen Netzwerke oben in den Wolken, um den Genuss des Grundgeschosses auch in luftiger Höhe zu erreichen oder gar zu steigern.

 

Als Endergebnis dieser Strategien ist eine komplett integrierte Gebäudegestaltung entstanden. Form, Raum, Funktion, Werkstoffe und Bau stützen alle einander und bestimmen das Konzept. Nichts braucht hinzugefügt und nichts kann weggenommen werden.

 

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