Labor- und Bürogebäude BiopôleEpalinges, Schweiz 2008 - 2010Biopôle SA, Epalinges Architektur |
Biopôle III ist als Labor- und Bürogebäude vorgesehen. Die Bauarbeiten haben im April 2009 begonnen. Das Projekt strebt die Erlangung des Minergie-Labels an.
Die Integration des Gebäudes in das Areal, sein Volumen, seine physische Beziehung zu seiner unmittelbaren Umgebung, die integrierte Wahl der Bauverfahren und -produkte: Alles wurde im Hinblick auf grösstmögliche Umweltverträglichkeit konzipiert. Die Ausbildung der Glas/Metall-Fassade und das Gesims aus Beton nehmen Bezug auf die in der Umgebung bereits bestehenden Gebäude und schaffen damit einen Dialog zwischen Neu und Alt. Eine der Hauptanforderungen der Bauherrschaft war die Realisierung einer Minergie-Fassade, die bei der Inneneinrichtung maximale Flexibilität ermöglicht. Die Dreifachverglasung erstreckt sich über die ganze Höhe, um die tägliche Arbeit der Benutzer durch das Tageslicht zu erleichtern und von der Aussicht auf den See und den Wald zu profitieren. Wir haben auf möglichst kompakte Volumen geachtet (Minimierung von Fassadenvorsprüngen, Dämmungsdicke usw.) und dabei eine bioklimatische Architektur gewählt (Warmwasserbereitung, möglichst wenig Klimatisierung, Reduktion des Energiebedarfs für die Klimatisierung). Die Heizung erfolgt durch das Fernheizwerk der industriellen Betriebe der Stadt Lausanne (SIL). Wir sind von folgenden Anteilen erneuerbarer Energie ausgegangen: Bedarf des Gebäudes: 60 %; Warmwasserbedarf: 75 %. Der Anschluss an das Fernheiznetz der Stadt Lausanne ermöglicht die Nutzung von rund 50 % erneuerbarer Energie aus der Abwärme der Lausanner Kehrichtverbrennungsanlage TRIDEL. Dies verbessert die Minergie-Bilanz und erspart die Montage von Sonnenkollektoren, wie dies von der neuen Waadtländer Gesetzgebung verlangt wird, wenn fossile Energieträger genutzt werden.
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