Besucherzentrum Rotes Kreuz und Roter Halbmond

Genf, Schweiz

2009

Internationales Komitee vom Roten Kreuz, Genf

Wettbewerb
Architektur

Lage

Am Rand der IKRK-Esplanade gelegen, geniesst die Aussichtsterrasse des IKRK-Museums eine Vorzugslage und bietet eine aussergewöhnliche Aussicht.

Das auf dieser Aussichtsterrasse gelegene Besucherzentrum hinterlässt bei seinen Besuchern einen unvergesslichen Eindruck vom Sitz der Einrichtung und vom herrlichen Ort, an dem er sich befindet.

Die Lage erhält ihre volle Bedeutung, wenn man aufsteht. Vom neuen Besucherzentrum aus streift der Blick über den See und das ferne Bergpanorama in folgender Reihenfolge: Ariana-Park, Genfersee, Anhöhen von Cologny, Voirons, Môle und Salève – und wenn der Nebel sich dazu entschliesst, die Stadt zu verlassen: der „normale“ Anblick des Mont-Blanc.

 

Architektonische Form

Das Besucherzentrum versteht sich als Verlängerung des Museumsgebäudes auf dessen Terrasse. Zu einem eingegrabenen und introvertierten Gebäude bietet es eine Hors-sol-Ergänzung: gut sichtbar und zum Standort der Einrichtung hin geöffnet.

Das Besucherzentrum erweist sich als eine Extrusion des IKRK-Museums, indem es seinen Patio verlängert und seine Form an sein neues Hors-sol-Programm anpasst. Der ursprüngliche Patio wird zu einem innen liegenden Atrium, die Räume sind rund um diesen Leerraum organisiert, eine zentrale Treppe verläuft vertikal über die ganze Höhe. Dieses einigende Bandwird zum Erkennungszeichen dieses neuen Gebäudes.

 

Programm

Die Verteilung des Programms erfolgt auf drei Geschossen, um die funktionale Unabhängigkeit der verschiedenen Einheiten zu garantieren, aber auch, um von Gemeinschaftsflächen hoher Qualität zu profitieren. So entsteht das Restaurant auf der Terrassenebene und profitiert dadurch von einer idealen Verlängerung für seine Terrasse; es ist der soziale Mittelpunkt des Zentrums, derjenige mit dem höchsten Besucheraufkommen. Im zweiten Geschoss befinden sich die Büros des Museums und die Konferenzräume, die von den beiden Benutzergruppen geteilt werden und unabhängig zugänglich sind. Das dritte Geschoss ist die „Bel étage“: Hier befinden sich der grosse Mehrzwecksaal und sein Foyer, von dem aus Zugang zur Panoramaterrasse besteht.

 

Konstruktion und Materialien

Das Gebäude ist eine leichte Konstruktion, um die bestehenden Strukturen nicht überzubelasten: Die vertikalen und horizontalen Strukturen sind aus verleimtem Mehrlagenholz. Die Konstruktion über der Verteilplatte ist vollständig trocken realisiert und verzichtet beispielsweise vollständig auf Zement.

Die Fassade ist grösstenteils verglast, für die undurchsichtigen Teile werden Platten aus eloxiertem Aluminium in drei Farbtönen verwendet, sodass die Fassade eine schillernde Wirkung erhält.

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