Universitäts-Kinderspital beider Basel

Basel, Schweiz

2003 - 2004

Kanton Basel-Stadt

Wettbewerb 2. Rang

Die Wettbewerbsaufgabe forderte eine städtebauliche Disposition verschiedenster Nutzungen für die Universität, das Universitätsspital und Wohnen auf dem Areal Frauenspital /Schällemätteli in Basel. Das städtebauliche Projekt gewinnt das vorher abgeschlossene Gebiet für den öffentlichen Raum zurück und führt einen Grünzug in abwechslungsreicher Abfolge von Freiräumen durch das Grundstück; ein vielfältiger Weg mit Verengungen, Aufweitungen und Blickbezügen, Spiel- und Aufenthaltsorten.

 

Markant an der Kreuzung situiert, liegt das neue Universitäts-Kinderspital beider Basel in idealer synergetischer Beziehung zum benachbarten Universitätsspital.

 

Das zentrale Motiv des UKBB bilden die beiden Innenhöfe, die eine helle, natürliche Raumstimmung erzeugen. Von allen Funktionsbereichen und insbesondere von den öffentlichen Erschliessungsbereichen aus sind die Höfe als identitäts- und orientierungsstiftendes Herz des Spitals wahrnehmbar. Das repetitive Fassadenmotiv der mit Holzlamellen versehenen Klappläden verleiht den Höfen ihr homogen warmes Erscheinungsbild. An bestimmten Stellen wird dieses durch in die Innenhöfe auskragende Boxen unterbrochen. Als Zufluchtsorte, Verstecke bieten sie den Kindern die Möglichkeit, ein wenig dem
Spitalalltag zu entfliehen, sich einen eigenen persönlichen Raum zu erobern. Gleich einer Baumhütte entsteht hier zurückgezogen eine kindgerechte Privatsphäre, die mit spannenden Ausblicken lockt.

 

Sämtliche Patientenzimmer sind gegen aussen hin orientiert und erhalten eine besondere Fassadengestaltung. Als Nischen ausgebildet bieten die Fensterelemente raumseitig als Sitzbank und als Klappkiste für Spielsachen vielfältige Möglichkeiten des Spielens und des In-Besitz-Nehmens. Aussen dienen farbige Glasscheiben vor den Öffnungsflügeln als Schallschutz und bieten den Kindern differenzierte und abwechslungsreiche Tageslichteffekte.

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