Rehaklinik Bellikon

Bellikon, Schweiz

2010 - 2015

SUVA, Luzern

Wettbewerb 1. Rang
Architektur, Generalplanung

Seit der Eröffnung der Rehaklinik Bellikon im Juni 1974 hat die Rehabilitationsmedizin grosse Fortschritte gemacht. Trotz Erweiterung und laufender Sanierung der heutigen Bauten, genügen diese den zukünftigen Anforderungen einer modernen Klinik, speziell im Diagnostik-, Therapie- und Publikumsbereich, nicht mehr. Im Rahmen einer Masterplanung und der «Klinikstrategie 2015» wurde mit einem Studienauftrag nach Lösungen für die Umsetzung der Erweiterung und Modernisierung gesucht. Das Beurteilungsgremium hat sich für das Projekt «Vitale» von Burckhardt+Partner entschieden.

Neben funktionalen und betrieblichen Aspekten, ist es vorrangiges Ziel des Konzeptes, als Klinik mit diesem Bauvorhaben weiterhin auf nationaler Ebene die führende Klinik in der Unfallreha zu bleiben. Dies bedeutet, im Rahmen der geplanten Klinikstrategie eine Lösung umzusetzen, welche die Klinik angemessen und mit höchster Qualität mit dem Ort verbindet und baulich zurückhaltend in die Umgebung integriert.

Grundsätzlich sieht das Konzept vor, die visuelle Verbindung von Ort, Klinik und Landschaft zu stärken und neue Elemente zurückhaltend auszubilden und dabei die Übersichtlichkeit der Gesamtanlage zu gewährleisten. Die neuen, zusätzlichen Flächen bzw. Nutzungen werden in einem der Klinik vorgelagerten dreigeschossigen Neubau untergebracht. Der obere Abschluss auf Erdgeschoss-Niveau lässt somit auf der ganzen Länge der Klinik einen uneingeschränkten Blick in die umliegende Landschaft zu.

Das neu gestaltete Foyer bildet durch seine zentrale Lage den Dreh- und Angelpunkt der gesamten Anlage und verbindet sowohl die Bestandesgebäude mit dem Neubau als auch die Erdgeschosszone mit allen neuen Ebenen. Es erstreckt sich als grosszügig verglaster Baukörper über den in die Topografie integrierten Neubau und schafft sowohl durch Lage- und Blickbeziehungen eine einmalige Aufenthaltsqualität.

Die umlaufende Fassade unterstützt in ihrer Einfachheit den ganzheitlichen und ruhigen Charakter des Neubaus, reagiert in ihrer Beschaffenheit auf Minergie-P-Anforderungen bei gleichzeitiger Maximierung natürlicher Belichtung und somit Sicherstellung des Aussenraumbezuges.

Die grosse Funktionalität der medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Bereiche, die hohe Nutzungsflexibilität und die gute Verbindung von den Pflegestationen zu den spezifischen Therapie- und Diagnostikbereichen zeichnen dieses Projekt ebenfalls aus.

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