Wohnüberbauung Aspholz ZürichZürich-Affoltern, Schweiz 2007 - 2009Suisse Promotion Immobilien AG, Zug Architektur |
In Zürich-Affoltern entstand eine Überbauung mit einer starken Identität und einer guten Erkennbarkeit. Der offene Wohnhof ist ein angemessenes, markantes Schlussbild am westlichen Ende des Wohnquartiers Ruggächern. Er verwebt die Landschaft mit der Stadt; seine Grösse erlaubt es, dass ein Stück Landschaft in die Überbauung hineinspringen kann. Die Landschaft ist somit auch im Wohnalltag unmittelbar präsent. Die hohe Ausnützungsdichte wird durch die räumliche Weite innerhalb der Überbauung kompensiert; die ganze Überbauung ist überblickbar. Alle Wohnungen haben Anteil an dieser Weite, vis-à-vis-Probleme werden vermieden. Der gemeinsame Innenhof ist halböffentlich. Eine klare räumliche Fassung durch die Bauvolumen ist für die angemessene Definition des Privatheitsgrades sehr wichtig. Der Hof bildet eine eigene, ruhige, überschaubare Welt für alle Bewohner der drei Bauträger. Mit einer Dimension von 108 m Länge, knapp 25 m Höhe und einer Breite von 13 m werden 85 Eigentumswohnungen mit einer Grösse von 2-5 Zimmern untergebracht. In fast allen Wohnungen ist ein durchgängiger Wohn- und Essbereich ausgebildet, so dass keine klassische Vor- und Rückseite entsteht. Insbesondere Aspekte der natürlichen Belichtung und Querlüftung werden so optimiert. Erschlossen werden die Wohnungen durch 5 Treppenhauskerne. Die Eingangshalle ist durchgängig und ermöglicht den Zugang von beiden Seiten. Ein besonderes Anliegen war es, dem Gebäude eine differenzierte Fassadengestaltung zu verleihen. Die Behandlung der zwei Hauptfassaden nimmt Rücksicht auf ihre unterschiedliche Ausrichtung. Nach Süden hin werden die Aussicht zum Hönggerberg, zur Sonne und die Geschwindigkeit der SBB-Züge als Themen interpretiert. Grosszügig dimensionierte Balkone sind versetzt angeordnet und schaffen spannende Licht– und Schattensituationen. Ausserdem entsteht so eine Dynamik, die mit der Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Züge kommuniziert. Nach Norden wird durch die 2-geschossigen Vorbauten und die dazwischenliegenden Patios eine Art Sockel geschaffen. Darüber entsteht ein Spiel von Fensterbändern, französichen Balkonen und kleinen Erkern. |
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