Biotechnologische Produktionseinheit BaxterNeuenburg, Schweiz 1994 - 2001Baxter BioScience Manufacturing Sàrl, Neuenburg Generalplanung, Architektur, Ausführung |
Das anfängliche Bauprogramm umfasst die Bereiche Produktion, Lagerung, Labors, Standortverwaltung und Unternehmensrestaurant. Jeder Bereich soll unabhängig erweitert werden können, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen, und sich an die Entwicklung eines sich ständig wandelnden Prozesses anpassen. Die Kostenoptimierung ist weiterhin eines der Hauptziele, dabei ist jedoch auch auf die Ästhetik des Komplexes und den Komfort für die Nutzer zu achten. 2002-2003 erfolgten die Planung und die Konzeption der Erweiterung der Westseite des Gebäudes, die auf 7 Stockwerken die neuen biotechnologischen Produktionseinheiten, die Labors, die Verwaltung und die technische Produktion umfassen.
Die Anordnung in Form eines „Kamms“ entlang der Hauptachse schafft die angemessene Unterteilung zu Brandschutzzwecken, steuert die spezifischen Ströme zur pharmazeutischen Produktion zwischen den Bereichen und ermöglicht eine Erweiterung pro Sektor. Die Hauptachse, die den gesamten Standort strukturiert, begünstigt die interne und externe Ausrichtung und lenkt den Blick auf die Umgebung mit ihren Bäumen und das Panorama der Alpen. Ihre zentrale Position in dem Grundstück wird durch das Gefälle des Geländes bestimmt und begünstigt die Integration der Baukörper durch Abmilderung ihres blockartigen Aussehens. Im Osten durchquert die Hauptachse die Labors und die Verwaltung in L-Form und mündet in die überwiegend verglaste Zylinderform der Eingangshalle und des Restaurants, von dem aus man in die Natur blickt. Westlich der Hauptachse befindet sich auf der Seite des Jura das grosse Lagergebäude, auf der Seeseite das Prozess-Gebäude, in dem sich im Erdgeschoss die Reinräume für die Produktion und im Halbgeschoss die Luftaufbereitungs- und CIP-Anlagen befinden. Die landschaftliche Gestaltung des Grundstücks zeigt das Bestreben, den ländlichen Charakter zu erhalten. Als 1999 aus der ursprünglichen Halle alle Anlagen entfernt worden waren, musste eine 2. Halle um sie herum errichtet werden. Im Erdgeschoss dieses neuen Gebäudes befinden sich zwei Produktionslinien und die in ihrer Verlängerung installierte Füllanlage. Da es kein technisches Untergeschoss gibt, ist der erste Stock den technischen Anlagen vorbehalten, die etwa 70 % der Gesamtnettofläche dieser Produktionseinheit ausmachen. Hier mussten vor allem die grossen Luftaufbereitungsanlagen, die für die neuen Produktionslinien erforderlich sind, sowie alle Beleuchtungssysteme untergebracht werden, wobei diese Ausrüstungen zugänglich sein müssen, ohne dass man die Reinräume betreten muss. Die verbleibenden 30% sind die Reinräume, die in Zusammenarbeit mit Fachleuten von Baxter gebaut wurden, die darauf achten sollten, dass alle Installations- und Abnahmeanweisungen eingehalten wurden.
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