Bibliothek des Bundesstaates Jalisco

Guadalajara, Mexiko

2005

Universität von Guadalajara/MEX

Wettbewerb 2. Rang

Städtebau

Die neue Bibliothek von Guadalajara ist Teil des Masterplanes von Cesar Pelli für die Erweiterung der Universität am nördlichen Stadtrand. Das markante, rechteckige Gebäudevolumen schliesst den Platz gegen Norden ab. Die Verschiebung aus der Platzachse ermöglicht eine präzise Verbindung über die Autobahn (Periferico Norte) zum bestehenden Universitätsgelände. Der öffentliche Platz und die Bibliothek agieren als Anker des Masterplans. Diese Einheit von Platz und Gebäude setzt sich auch im braunrot gefärbten Beton fort, der sich von aussen in den Innenraum zieht.

 

Die Bibliothek

Die neue Bibliothek ist ein Ort für alle sozialen Klassen. Das öffentliche, einladende Erdgeschoss und die Anbindung an die umliegenden Bauten weben das Gebäude in den vorgegebenen Masterplan ein. Die Nutzer der umliegenden Bauten (Einkaufszentren, Multiplex-Kinos, Universität) werden dadurch zum Gebrauch der Bibliothek eingeladen. Soziale Barrieren werden abgebaut.

Eine Kette von vielfältigen öffentlichen Nutzungen ist mit den verschiedenen Abteilungen der Bibliothek verwoben. Der Besucher hat eine grosse Auswahl von Rückzugsmöglichkeiten oder Kommunikationsplattformen. Die Bibliothek wird zum Ort des sozialen Austausches.

 

Tag und Nacht

Das Gebäude wird über 24 Stunden genutzt. Tagsüber strahlt es eine beruhigende Massivität aus. Die perforierte Metallhaut vereinheitlicht die geschichteten Volumen und verdeckt oder enthüllt das Gebäude ähnlich einer Stickerei. Bei Sonnenuntergang löst sich die Massivität auf und wechselt in eine Vielzahl geschichteter Lichtschlitze. Grosse Öffnungen reagieren differenziert auf die umliegenden städtebaulichen Situationen. Mit einem mehrgeschossigen Fenster auf den Platz oder einem dynamischen Schlitz entlang der Autobahn.

 

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