Grand Casino BadenBaden, Schweiz 2000 - 2002Stadtcasino Baden AG/Spielbank Baden AG Projektmanagement, Zusammenarbeit mit Pinazza & Schwarz Architekten, Günter Merckle und Rainer M. Kresing |
Das Stadtcasino Baden hatte sich mit diesem aufwändigen Umbauprojekt im Jahre 2001 erfolgreich um eine Konzession für ein Grand Casino beworben. Die Bauarbeiten sind im Juni 2002 abgeschlossen worden und anfangs Juli 2002 wurde das Grand Casino eröffnet.
Das Stadtcasino hat im Rahmen des Kurortes Baden eine ins 19. Jahrhundert zurückreichende Geschichte. Das repräsentative historische Gebäude wurde nach den Plänen des Badener Architekten Robert Moser in den Jahren 1873 bis 1875 errichtet. Restauration und Spielgelegenheiten gehörten von Anfang an zum Angebot. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde zusätzlich das Glücksspiel angeboten. In den Dreissigerjahren wurde dieses aufgrund des Verfassungsverbots und der gesetzlichen Bestimmungen durch das Boulespiel ersetzt. Es entwickelte sich zu einem Stützpfeiler des traditionellen Kursaalbetriebes.
Der Kursaal Baden wurde verschiedene Male baulich umgestaltet: 1931/32 durch den Architekten Lebrecht Völkl (Entfernung der alten Kuppel) und 1953 durch Hans Hofmann (Umgestaltung Stadtsaal). In den Jahren 1986 bis 1988 ergänzten die Badener Architekten Werner Egli und Hans Rohr die Anlage durch neue halbrunde Anbauten sowie ein Foyer.
Das Projekt für den nun realisierten, umfangreichen Umbau zum Grand Casino stammt von den Badener Architekten Pinazza+Schwarz, der Innenausbau des Grand Jeus sowie des Automatencasinos von den deutschen Architekten Günter Merckle und Rainer M. Kresing. Die Realisierung leitete die Zumikoner Generalunternehmung Gianesi+Hofmann AG. Burckhardt+Partner Bern war mit dem Projektmanagement (Bauherrenvertretung) beauftragt.
Die Umbauten umfassten im Wesentlichen den Einbau eines zweiten Untergeschosses für die Unterbringung der Haustechnik, den Umbau des bestehenden ersten Untergeschosses zum neuen Automatencasino, den Umbau des ehemaligen Stadtsaales zum neuen Grand Jeu (Tischspiele), die Umgestaltung des Foyers sowie die Anpassung der notwendigen Infrastruktur (Küche, Verwaltung, Garderoben/WC).
Es handelte sich um eine in jeder Hinsicht äusserst komplexe und für alle Beteiligten neuartige Bauaufgabe. Umso wichtiger war deshalb die Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Projektmanagement, Planern, Spezialisten und Generalunternehmung, die in jeder Hinsicht erfolgreich und bereichernd war. Wir sind stolz auf das gemeinsam erzielte Resultat!
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