Bürogebäude STG Lange Gasse

Basel, Schweiz

1997 - 2000

Winterthur Leben, Basel

Generalplanung, Architektur

Das Gebäude ist als freistehender Solitärbau leicht hinter die Baulinie zurückgesetzt, um den parkähnlichen Charakter des Gellertquartiers zu unterstreichen. Im Rahmen des Areal-Überbauungsplans entstand ein viergeschossiger, 22 x 65 m grosser Baukörper mit zwei Innenhöfen.

 

Der nördliche Lichthof wird im Erdgeschoss Richtung Lange Gasse geöffnet und nimmt den Haupteingang auf. Das gegenüber dem Strassenniveau leicht abgesenkte Erdgeschoss hat eine grössere Raumhöhe und beinhaltet daher vor allem repräsentative Räumlichkeiten wie die grosszügige Eingangshalle, das multifunktionale Auditorium und mehrere Sitzungszimmer.

 

Die ringsum an der Fassade verlaufenden, flexibel unterteilbaren Bürozonen der drei Obergeschosse ermöglichen den jeweiligen Nutzerbedürfnissen entsprechende Bürotypologien, vom Zellen- über das Gruppen- bis zum Desksharing-Büro. In der Innenzone des Gebäudes sind die vertikalen Erschliessungen und Nebenräume abwechselnd mit den zwei Lichthöfen angeordnet. Diese einfache und nachvollziehbare Nutzungszuteilung schafft Klarheit in der Organisation und erleichtert die Orientierung auf allen Stockwerken.

 

Der regelmässige Stützenraster von 5.40 x 5.40 m und die Flachdecken in konstanter Stärke ergeben eine einfache und ökonomische statische Struktur. Zur Stabilisierung gegen horizontale Kräfte dienen die Betonwände der Treppenhäuser und Lifte. Alle übrigen Wände sind aus Flexibilitätsgründen nichttragend ausgebildet.

 

Die Fassade besteht aus nichttragenden, vorgehängten Holz-Aluminium-Elementen, die von Stockwerk zu Stockwerk leicht versetzt zueinander montiert sind. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches, leicht irritierendes Spiel von geschlossenen und transparenten Fassadenteilen, die dem Gebäude ein eigenständiges und unverwechselbares Gepräge geben.

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