API Extension FCC Lonza AGVisp, Schweiz 2005 - 2008Lonza AG, Basel Generalplanung, Architektur |
Auf dem Werksareal der Lonza AG in Visp ist in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits früher realisierten Bau Biopharmaceutical Manufacturing – BPM mit dem Neubau API Extension ein weiteres Produktionsgebäude zur Herstellung von pharmazeutischen Endprodukten und Wirkstoffen entstanden.
Der grosse, funktionale und strenge Baukörper ordnet sich unübersehbar und dennoch selbstverständlich in die bestehende orthogonale Arealstruktur ein. Die klare und zurückhaltend gewählte Gestaltung entspricht einer zeitgemässen Industriearchitektur, die in Kontrast und Wechselwirkung zu den angrenzenden älteren Bauten und Anlagen des Werks steht.
Eine Besonderheit bestand darin, dass die Lonza in einer ersten Phase nur einen leeren, nutzungsflexiblen Rohbau mit dem statisch erforderlichen Tragwerk und einer dichten Gebäudehülle erstellen liess. Die gewählte Gebäudestruktur und Bauweise sollte dabei einen möglichst flexiblen späteren etappenweisen Ausbau mit Produktionsanlagen gewährleisten. Mit dieser Strategie kann die Lonza in verkürzter Zeit auf die Marktsituation und Kundennachfrage reagieren und je nach Bedarf weitere Anlagen für neue Produkte in den vorgängig erstellten (Roh-)Bauten realisieren.
Um eine kurze Bauzeit und grösstmögliche Flexibilität im Hinblick auf den späteren Ausbau zu gewährleisten und um den Brandschutzanforderungen für Hochhäuser zu genügen, wurden für die Tragkonstruktionen grösstenteils vorfabrizierte Stahlbetonteile gewählt. Diese Elementbauweise ermöglicht es, auch tragende Bauteile wie Betondecken ohne grösseren Aufwand erst im Zuge der Ausbauphasen – präzise angepasst an die Abmessungen und Anforderungen der Anlagen – einzubauen. Die so erstellte, vorerst «leere» Betonstruktur ohne Zwischendecken mit bis zu 27 m Höhe war ein imposanter Rohbau-Innenraum. |
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