Spital PourtalèsNeuenburg, Schweiz 1995 - 2005Stadt Neuenburg Projektleitung, Bauleitung, Realisierung mit Kostengarantie, Zusammenarbeit mit Geninasca-Delefortrie SA, GMS Architectes SA, Robert Monnier Architecte |
Das 1811 erbaute Spital Pourtalès litt schon seit mehreren Jahren unter Überalterung und beengten Raumverhältnissen. Im benachbarten Spital Cadolles aus dem Jahr 1914 war die Situation ähnlich. Da eine komplette Umstrukturierung unumgänglich war, wurde ein Richtplan für die Realisierung einer neuen Spitalstruktur geschaffen. Die Standortentscheidung fiel zugunsten des Spitals Pourtalès, das neben seiner Lage in der Nähe des Stadtzentrums auch von der leistungsfähigen Anbindung an die verschiedenen Verkehrsmittel profitiert. Die Weiternutzung dieses Standorts war umso sinnvoller, als sie eine Zusammenarbeit mit anderen in der Nähe gelegenen Kompetenzzentren sowie Infrastrukturen ermöglicht.
Das entstandene anspruchsvolle Projekt inmitten der Stadt Neuenburg fügt sich sowohl in funktioneller als auch in städtebaulicher Hinsicht bestens in die gewachsenen Strukturen vor Ort ein. Die dynamisch geschwungene Fassade ist südlich auf die benachbarten öffentlichen Gebäude und den See ausgerichtet, gegen den Hügel im Norden fügt sich das neue Spital mit seiner Gliederung in vier Baukörper und dem vorgelagerten öffentlichen Park harmonisch in das angrenzende Wohngebiet Clos-Brochet ein.
Das Gebäude hebt sich vom Boden durch einen mit Naturstein verkleideten Sockel ab, in dem Gemeinschaftsräume untergebracht sind. Im 1. und 2. Obergeschoss befindet sich der medizintechnische Bereich, die Einheiten für Untersuchungen, Intensivpflege und die Notfallstation. Das 3. bis 5. Obergeschoss enthält die Pflegeeinheiten der verschiedenen Abteilungen, und im Dachgeschoss sind weitere Gemeinschaftsräume, die Bibliothek und Technikräume konzentriert. Im Inneren wurde ein räumlicher Bezug zwischen dem komplett renovierten Gebäude von 1811, das sich als neuer Eingangsbereich des Spitals präsentiert, und dem Neubau geschaffen, indem sie über die Empfangshalle und den Aufzugsturm miteinander verbunden sind. Um eine intuitive Orientierung zu ermöglichen, werden die Korridore regelmässig von einem Ausblick nach draussen unterbrochen. Die Zimmer mit Blick zum See oder zum Park mit Balkonen sind als Ein- oder Zweibettzimmer konzipiert und bieten Hotelatmosphäre.
Durch die Etappierung war der ununterbrochene Betrieb des Spitals während der sechs Jahre dauernden Bauzeit möglich. |
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