Internationales Forschungszentrum und Hauptsitz Merck Serono

Sècheron-Genf, Schweiz

2002 - 2006

Merck Serono International SA, Genf 

Genehmigungs- und vorbereitende Ausführungsplanungen, Architektur, Zusammenarbeit mit Murphy/Jahn

Ausgangslage

Serono wollte am Standort Sécheron in Genf alle Forschungstätigkeiten sowie die Verwaltung und die Geschäftsleitung des Unternehmens zusammenführen.

 

Ziele

Das wie ein grosser, offener Campus für gemeinsam genutztes Wissen konzipierte Projekt entspricht den Prioritäten von Serono sowie den steigenden Anforderungen der Forschung auf dem Gebiet der Biotechnologie. Bessere Kommunikation, schnellere Entscheidungsprozesse, optimierte Innovationsphilosophie, Achtung der Humanressourcen und der Umwelt – all dies zeigt sich in der architektonischen Gestaltung dieses Raums. Die Sanierung des alten Standorts Sécheron aus dem 19. Jahrhundert gestattet es, die Prägung einer historischen Architektur zu erhalten, als eine Würdigung der damals aufkommenden elektromechanischen Schwerindustrie.

 

Architektonisches Projekt

Drei neue, lichtdurchflutete Gebäude mit sechs Geschossen für die Forschung werden durch Strassen und Begegnungsräume verbunden. Über diesem Komplex befindet sich ein gewölbtes Glasdach, das durch ein Gegengewicht wie eine Klappbrücke schwingt und sich über dem Forum öffnet. Eine monumentale Treppe markiert den Eingang des Verwaltungsgebäudes mit seinem grossartigen Innenhof, und verbindet den Höhenunterschied von etwa einem Stockwerk zwischen Vorder- und Rückseite des Gebäudes. Sie führt zum Forum mit Kiosk, Café, Restaurant, einem weitläufigen dreieckigen Raum mit abgerundeter Glasfassade. Die drei Gebäude passen zur Typologie der beiden vorhandenen Industriehallen, die in Forschungsbüros und ein Konferenzzentrum umgebaut wurden. Sie wurden in Zusammenarbeit mit der Kantonsdienststelle und dem Ausschuss für Denkmalschutz einer historischen Bewertung unterzogen. Ziel dieser Renovierung ist die Hervorhebung der typischen Fassaden und die Erhaltung ihrer industriellen Prägung in einem neuen modernen Kontext. Die futuristische Architektur, bei der das Innen und das Aussen nahtlos ineinander übergehen, setzt sich in einem durchdachten landschaftlichen Umfeld fort, mit einer von Bäumen gesäumten Strasse, einem privaten Garten, Wasserbecken und den Fussgängerwegen.

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