Stadtspital Triemli

Zürich, Schweiz

2004 - 2005

Stadt Zürich

Wettbewerb

Städtebau und räumliche Organisation

Der Entwurf des neuen Bettenhauses respektiert das architektonisch wertvolle bestehende Hochhaus aus den 70er Jahren, welches weiterhin seine Bedeutung als Anker des Spitalareals behält und prägender Bestandteil der Silhouette bleibt.

Die Gesamtanlage mit dem bestehenden Hochhaus zeichnet sich durch eine klar definierte Sockelstruktur aus, die mit dem neuen Bettenhaus erweitert wird und ein Podest für den gesamten Komplex bildet. Im Sockelgeschoss sind der Haupteingang, die Notfallaufnahme, die Pädiatrie und die Maternité untergebracht. Die neue Eingangshalle bildet das Zentrum der architektonischen Komposition, das bestehende Hochhaus, der erweiterte OP-Trakt und das neue Bettenhaus schliessen daran an.

 

Die Anbindung des neuen Bettentrakts an das bestehende Hochhaus wird mit einem transparenten Volumen gelöst, wodurch die massiven Baukörper visuell getrennt werden. Die plastische Harmonie der Gesamtanlage wird beibehalten und verstärkt.

 

Volumetrie und Materialisierung stehen in spannungsvoller Wechselwirkung mit dem Bestehenden und schaffen gute Orientierungs- und Identifikationsmöglichkeiten. Mit der effizienten Raumanordnung, den transparenten Innen- und Aussenwänden sowie sinnvoll kombiniertem Kunst- und Tageslicht wird das Sicherheitsempfinden erhöht. Sowohl im Aussen- als auch im Innenraum sind zur Unterstützung sozialer Kontakte unterschiedlichste Begegnungsorte vorgesehen, wie die grosszügige Eingangshalle, das Restaurant mit Terrasse, Loggien im Bettenhaus, Wintergärten und Aufenthaltszonen in den Korridoren.

 

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

Durch die kleine Grundfläche des kompakten Neubaus wird ein sehr geringer Verbrauch an Bauland gewährleistet.

 

Primäre, sekundäre und tertiäre Systeme sind im Projekt klar getrennt. Die so konzipierte Gebäudestruktur bietet eine hohe Flexibilität: Der Ausbau und die technischen Einrichtungen sind mit geringem Aufwand veränderbar, die Materialien trennbar und einfach zu entsorgen.

 

Das Konzept der äusseren Glashülle mit der Doppelfassade zielt auf Minimierung des Reinigungs- und Wartungsaufwands und auf Langlebigkeit der Konstruktion.

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