Hotel Victoria

Basel, Schweiz

1997 - 2000

Coop Basel, Liestal, Fricktal

Generalplanung, Bauleitung, Projektmanagement, Zusammenarbeit mit Urs Burkard Adrian Meyer und Partner

Das stattliche Hotel im 19. Jahrhundert erbaut, durch mehrere Umbauten stark verändert, durch zugekaufte Liegenschaften ergänzt, wird saniert, erweitert und zu einer betrieblichen optimierten Hotelanlage gebracht. Der Altbau mit 66 Hotelzimmern bleibt in seiner Grundsubstanz erhalten und wird durch eine Präzisierung des Dachgeschosses volumetrisch den Nachbarbauten gleichgestellt. Der schlichte Sichtbetonkörper entlang der Heumattstrasse ersetzt die Abbruchliegenschaften, beherbergt 41 zusätzliche Zimmer und schliesst den Hofrand. Der Hof zwischen dem alten und dem neuen Hoteltrakt wird im 1. Obergeschoss als organische Gartenlandschaft gestaltet.

 

Das Gebäude am Centralbahnplatz wird vollständig renoviert. Die neue hofseitige Erschliessung überragt das Attikageschoss und schliesst mit der "Lounge über den Dächern von Basel". Im neugestalteten Erdgeschoss öffnet sich das Gebäude mit den Zugängen zu Hotel, Restaurant und Laden dem belebten städtischen Platz. Mehrgeschossige, lichtdurchflutete Räume erweitern diese halböffentlichen Bereiche ins erste Ober- bzw. Untergeschoss. Eine leicht erhöhte Caféterrasse wird dem Restaurant vorgelagert. Sie führt damit die Tradition der Strassencafés der Nachbarhotels weiter. Die bestehende, verputzte Lochfassade mit den kräftigen Fenstereinfassungen wird im Sockel und im Attikageschoss durch ein Sichtbeton-/Glasband begrenzt. In diesen Bändern spielen die Grautöne des Sichtbetons und die anthrazitfarbigen Fensterrahmen mit dem feinen Grünton der Gläser. Durch ein zartes Gelb der verputzten Fläche und einem hellen Grau der Fenstergewände verliert die Lochfassade etwas von ihrer Schwere, Einfachheit und Ernsthaftigkeit.

 

Der Neubau an der Heumattstrasse schliesst den Blockrand und gliedert sich mit Angleichung des Volumens in die Randbebauungen ein. Auf Strassenniveau befinden sich die Anlieferungsbereiche des Ladens und des Hotels. Darüber liegen zwei Zimmergeschosse und ein Attikageschoss mit vier Juniorsuiten. Die Anlieferungszone im Erdgeschoss wird durch halbtransparente Schiebetore geschlossen. Der Baukörper wird trotz der grossen Öffnung kompakt und einheitlich. Das Hotelzimmer wirkt mit dem fassadenbündigen, rahmenlosen Fenster und dem zurückversetzten Lüftungsflügel als serielles Element in der Aussenhülle sichtbar. Das murale Attikageschoss bildet mit den vier zurückversetzten Loggien den oberen Fassadenabschluss und interpretiert damit die nachbarlichen Steildächer mit Lukarnen.

 

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